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Grundlagen: Sprachgenerationen

Grundlagen: Sprachgenerationen basiert auf dem EDV-Info-Artikel "Grundlagen: Sprachgenerationen (v1)" aus dem Jahr 1998.

Dieser Artikel soll einen grundsaetzlichen Ueberblick ueber die verschiedenen Sprachgenerationen von Programmiersprachen bieten. Er ist hierbei als moeglicher Einstieg in das Thema gedacht bzw. als Grundlageninformation.


Einleitung

Programmiersprachen werden in verschiedenen Generationen klassifiziert, die die semantische Ebene der Sprache beschreiben. Der Unterschied zwischen Sprachen unterschiedlicher Generationen liegt also im semantischen Level. Programmiersprachen werden definiert durch ihre Symbole (reservierte Woerter, Konstanten, usw.), ihre Syntax (Regeln, die die erlaubte Reihenfolge der Symbole definieren) und ihrer Semantik (Bedeutung von Anweisungen).


Sprachen der ersten Generation (1GL)

1GL-Sprachen sind Maschinensprachen. Hier setzt die Sprache direkt auf den verwendeten Prozessor auf. Es ist keine Abstraktion von der Hardware vorhanden.


Sprachen der zweiten Generation (2GL)

Die 2GL-Sprachen sind die Assemblersprachen. Auch 2GLs sind sehr maschinennah, allerdings werden bereits Kommandos durch mnemonische Kuerzel repraesentiert.


Sprachen der dritten Generation (3GL)

3GL-Sprachen sind die sogenannten Hochsprachen. Diese stellen das Gros der heutzutage (1998) eingesetzten und benutzten Sprachen dar. Programmiersprachen der dritten Generation sind etwa Basic, C/C++, COBOL, Fortran und Pascal. 3GL-Sprachen weisen einen elementaren Befehlsatz auf, der algebraische Ausdruecke (etwa Zuweisungen), Schleifenkommandos (for, while, ...), bedingte Anweisungen (if, ...) sowie Moeglichkeiten zur Unterprogrammbildung umfasst. In letzter Zeit sind objektorienterte Programmierweisen hinzugekommen. Es ist nur beschraenkt moeglich, in einem 3GL-Programm zu erkennen, was die Gesamtheit der einzelnen Anweisungen bedeuten soll.


Sprachen der vierten Generation (4GL)

Bei 4GL-Sprachen handelt es sich um deskriptive Sprachen, d.h. Programmiersprachen, die nur noch ausdruecken, welches Ergebnis gewuenscht wird und nicht, wie der Computer zu diesem Ergebnis kommt. Der Anwender einer 4GL-Sprache muss sich beispielsweise nicht mehr um maschinennahe Dinge wie Dateihandles, die Positionierung von Dateizeigern oder Speichermanagement kuemmern. Ein Beispiel fuer eine 4GL-Sprache ist SQL, die als Abfragesprache fuer relationale Datenbanken konzipiert worden ist. Anmerkung: Der Begriff "4GL" ist leider durch das Marketing einiger Hersteller von Entwicklungsumgebungen arg strapaziert worden. Hier wird meist versucht, durch eine hilfreiche Entwicklungsumgebung eine 3GL-Sprache zur 4GL-Sprache zu stilisieren.


Sprachen der fuenften Generation (5GL)

5GL-Sprachen sind derzeit nicht existent. Folgerichtig waeren eigentlich natuerliche Sprachen Sprachen der fuenften Generation. Hier mag abgewartet werden, was die Zukunft bringen wird.


Quellen:
-- Hermann Sauer: Relationale Datenbanken, Addison-Wesley, 1994
-- u.a.

Nils F. Lohse, 1998, Fr. 31.07.1998 18:19, aktualisiert Di. 08.08.2017 11:37

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